Wir sind die Gründer und Geschäftsführer des 2016 gegründeten Vermittlungsportals Room and Care.

Als Eltern von zwei lebhaften Zwillingspärchen reifte die Idee in unserem Familienalltag.

Die Gründer

Wir – Esther & Dirk –  sind verheiratet und Eltern von zwei lebhaften Zwillingspärchen. Vor nunmehr fast fünf Jahren wurden unsere ersten Zwillinge, Lotta und Greta, geboren. Da unsere Arbeit für uns immer ein wichtiger und erfüllender Teil unseres Lebens war, waren wir uns schnell einig, dass dies auch nach der Geburt unserer Kinder so bleiben sollte. Dies war aber leichter gesagt als getan.

Dr. Esther Filgut

Als Anwältin in einer internationalen Wirtschaftskanzlei  durfte ich fast ein Jahrzehnt diverse Unternehmen und Investoren in den verschiedensten Bereichen des Wirtschaftsrechts begleiten und beraten. Zu meinen Schwerpunkten zählten Unternehmenskäufe und -verkäufe, Gründungen, Wachstumsstrategien und Umstrukturierungen. In meiner jetzigen Funktion als Leiterin der Rechtsabteilung eines Private-Equity Unternehmens bin ich neben diversen rechtlichen Aspekten auch in kaufmännische und strategische Belange involviert und erhalte so täglich einen erstklassigen Einblick in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und deren Erfolgsfaktoren.

Die Gründung von Room and Care ist mir eine Herzensangelegenheit. Als berufstätige Mutter von vier Kindern weiß ich wie schwer es ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, und daneben die eigenen Bedürfnisse und die Beziehung mit dem Partner nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Eine große Herausforderung, die mit Hilfe von Room and Care gelingen kann.

Dirk Drusche

Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre (Diplom-Kaufmann) und meiner 9-jährigen Tätigkeit im Vertrieb von Gewerbe- und Büroflächen für ein international agierendes Unternehmen haben mich in den letzten Jahren insbesondere meine Erfahrungen als Vater von vier Kindern stark geprägt.

Ich genoss die intensive gemeinsame Zeit mit unseren Kindern während der siebenmonatigen Elternzeit, freute mich dann aber auch wieder auf die berufliche Herausforderung.  Mit dem R&C Konzept haben wir für uns das perfekte Betreuungsmodell gefunden, um ein harmonisches Familienleben und berufliche Erfüllung gleichermaßen leben zu können. Nachdem das Interesse im Freundes- und Bekanntenkreis groß war, war für mich schnell klar, dass ich dieses Konzept mit möglichst vielen Menschen teilen möchte. Die Gründung von Room and Care war deshalb der nächste logische Schritt. Meine Vision ist, dass Wohnen nach dem R&C Konzept weltweit Schule macht, Menschen dadurch weniger mit den Problemen des Alltags zu kämpfen haben und wieder näher zusammenrücken.

Wie alles begann

Die Herausforderung: Job und Familie

Nachdem jeder von uns im ersten Jahr in Elternzeit jeweils 7 Monate intensive Zeit mit unseren Kindern genießen konnten, während der andere wieder im Job war, begann im zweiten Jahr die Herausforderung.

Wir hatten das Glück, für beide Kinder einen der begehrten Kita-Plätze in der Nähe unserer Wohnung zu bekommen. Die Öffnungszeiten der Kita von 8 bis 16.30 Uhr waren vor dem Hintergrund unserer Arbeitszeiten und notwendiger Fahrtwege jedoch nicht ausreichend. Und auch die diversen Kinderkrankheiten, die häufig eine Betreuung zu Hause notwendig machten, erschwerten uns den Alltag. Eine ergänzende Kinderbetreuung musste her: liebevoll und zuverlässig, so dass wir unsere Kinder in guten Händen wussten.

Unsere erste Au Pair-Erfahrung

Die Suche nach einem Au Pair gestaltete sich zeitaufwendiger als gedacht. Die meisten der interessierten Au Pairs kamen aus nicht-EU-Ländern und benötigten ein Visum. Da wir schnell Unterstützung brauchten, war uns die Zeit von bis zu drei Monaten für das Visumsverfahren und die Tatsache, dass die Visumserteilung aufgrund der eingeschränkten Visumspolitik keinesfalls sicher ist, zu lang.

In zahlreichen Emails und Skype-Telefonaten lernten wir verschiedene Au Pairs näher kennen. Das war über mehrere Wochen unser Abendprogramm. Zwei Au Pairs, mit denen wir uns intensiv ausgetauscht haben und die wir zu uns einladen wollten, haben sich leider für eine andere Gastfamilie entschieden. Am Ende fanden wir ein sehr liebevolles und kinderliebes 20 jähriges Mädchen aus Ungarn und konnten ihre Ankunft kaum erwarten.

Die ersten sechs Wochen waren allerdings schwieriger als gedacht. Sie vermisste ihre Familie und ihren Freund. Die Sprachbarrieren erschwerten die Kommunikation. Und auch unsere einjährigen Mädchen brauchten einige Zeit, um sich an sie zu gewöhnen. Die Entlastung für uns setzte deshalb erst nach sechs Wochen ein …und endete leider bereits vier Monate später. Die Sehnsucht nach ihrem Freund war zu groß. Sie ging von einem Tag auf den anderen nach Ungarn zurück.

Unsere zweite Au Pair-Erfahrung

Ein neues Au Pair musste her. Denn das Konzept, einen jungen Menschen als ergänzende Kinderbetreuung und feste Bezugsperson für unsere Kinder in unseren Haushalt aufzunehmen, gefiel uns.

Wieder zahlreiche Emails und Skype-Telefonate mit diversen Au Pairs. Ein Mädchen aus Georgien war uns auf Anhieb sympathisch und so entschieden wir uns trotz Visumspflicht für sie; in der Hoffnung, dass ein Visumsverfahren ja nicht immer drei Monate dauert. 11 Wochen und einigen lästigen Papierkram später war das Visum endlich erteilt und der Flug nach Frankfurt gebucht.

Dann die SMS am Tag der Ankunft, dass sie doch nicht kommt. Wir waren geschockt. Wieso der plötzliche Sinneswandel? Oder war sie nach Deutschland eingereist und jetzt illegal im Land? Was, wenn sie jetzt einen Unfall hatte oder selbst einen Schaden verursachte? Mussten wir für sie haften? Unsere Sorgen waren glücklicherweise unbegründet. Sie hatte kalte Füße bekommen und ist nie nach Deutschland eingereist. Wieder Papierkram, um das Visum zu annullieren. Und wieder standen wir ohne Hilfe da.

Babysitter als ergänzende Kinderbetreuung

Um die Zeit ohne Au Pair zu überbrücken, hatten wir immer mal wieder einen Babysitter, der unsere Mädchen von der KITA abholte. Uns war aber schnell klar, dass ein Babysitter keine dauerhafte Lösung für uns sein konnte. Oft hatte der Babysitter keine Zeit, wenn wir ihn brauchten. Zudem ist der langfristige regelmäßige Einsatz eines Babysitters schlichtweg sehr teuer.

Wie es der Zufall wollte….

Nach diesen Erfahrungen kam uns dann der Zufall zu Hilfe. Charlotte, eine Bekannte, beschwerte sich darüber, dass sie in Frankfurt kein bezahlbares WG-Zimmer fand. Entweder waren die Mieten zu hoch, die Konkurrenz zu groß, die Wohnungen total heruntergekommen oder die Chemie mit den Mitbewohnern stimmte nicht. Und da Charlotte sehr liebevoll mit unseren Kindern war, fragten wir sie kurzerhand ob sie bei uns einziehen will und uns dafür ab und zu mit den Kindern unterstützt.

Gesagt, getan. Sie freute sich riesig über ihr schönes Zimmer mit eigenem kleinen Bad und wir freuten uns riesig, Unterstützung im Alltag zu haben und unsere Kinder bei ihr in guten Händen zu wissen. Und es klappte besser als gedacht.

Charlotte war vom ersten Tag an eine riesige Hilfe, unterstützte uns letztlich viel mehr, als wir uns vorgestellt hatten. Sie sagte, dass die Zeit mit unseren Kindern für sie keine Arbeit sei. Und das merkten auch unsere Mädchen. Die drei waren ein Herz und eine Seele. Jobbedingt zog Charlotte leider 18 Monate später nach Köln. Der Abschied war für uns alle sehr traurig. Aber wir sind weiterhin regelmäßig in Kontakt.

Warum in die Ferne schweifen…

Eine neue Mitbewohnerin musste her. Wieder ein Aupair? Unsere Erfahrungen waren ja eher ernüchternd. Ließe sich das Modell „Charlotte“ nicht wiederholen? Wäre nicht auch ein anderer Student aus Frankfurt dankbar für die kostenfreie Wohnmöglichkeit und bereit ab und zu im Haushalt und bei der Kinderbetreuung zu unterstützen? Wie sollten wir diesen finden?

Wir machten ganz klassisch einen Aushang an der Uni und ein Inserat auf einem Immobilienportal. Beides nicht der perfekte Weg. Der Uni-Aushang war schnell durch andere Aushänge überdeckt. Und Immobilienportale waren auf die Vermittlung von Mietern und Vermietern, nicht aber auf das Konzept von Wohnen gegen Hilfe zugeschnitten. Es meldeten sich dennoch zahlreiche Studenten, die das Konzept gut fanden. Die gegenseitigen Vorstellungen des Zusammenlebens tauschten wir in zahlreichen Telefonaten und persönlichen Treffen aus und fanden so Elise, unsere zweite Mitbewohnerin, eine Studentin aus Lyon, die zu der Zeit gerade in Deutschland studierte und vorübergehend bei ihrem Freund eingezogen war.

Auch hier klappte das Zusammenleben wieder vom ersten Tag hervorragend. Elise zog kurz vor der Geburt unserer zweiten Zwillinge Felix und Axel bei uns ein, sie kannte unsere Jungs vom ersten Tag und  war für sie eine ebenso enge Bezugsperson wie wir es waren. Wie bereits bei Einzug geplant, ging Elise nach einem Jahr in Deutschland wieder nach Lyon zurück, um dort ihr Studium zu beenden.

Die Geburtsstunde der Vermittlungsplattform

Unser Betreuungsmodell erweckte auch bei Freunden und Bekannten großes Interesse. Auch sie benötigen ergänzende Kinderbetreuung und waren von dem Aupair-Konzept nicht überzeugt. So wuchs aus der praktischen Idee für unsere eigene Familie der Wunsch, eine Vermittlungsplattform zu schaffen, die es Familien und jungen Menschen auf Wohnungssuche ermöglicht schnell und unkompliziert zusammenzufinden und sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen.