Wie ein kleiner Bruder

Ich wohne seit über einem Jahr bei meinen Gasteltern Andreas und Astrid und ihrem Sohn Finn (5 Jahre) und werde in zwei Monaten mit meinem Freund in eine gemeinsame Wohnung ziehen, weil wir uns zusammen als Webdesigner selbständig machen und in der Wohnung auch ein Büro einrichten werden. Ich freue mich auf die neue Wohnung, bin aber auch etwas traurig, dass ich Finn dann nicht mehr regelmäßig sehen werde. Er ist für mich inzwischen wie ein kleiner Bruder und deshalb werde ich mit meiner Familie und Finn sicher auch künftig in Kontakt bleiben.

 

Meine Aufgaben

Drei Tage die Woche hole ich Finn um 16.30 Uhr vom Kindergarten ab. Wir spielen und essen zusammen bis Astrid gegen 18.30 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt. Denn der Papa Andreas arbeitet und wohnt unter der Woche in Bonn und kommt erst Freitag Abend nach Hause. Wenn Finn krank ist, bleibe ich mit ihm zu Hause, wenn ich es einrichten kann (was aber nicht immer der Fall ist). Zum Glück ist er nicht sehr häufig krank. Ab und zu halte ich auch am Wochenende abends die Stellung, wenn Finn schon im Bett ist und Andreas und Astrid zusammen ausgehen wollen. Die beiden freuen sich über den gemeinsamen Abend als Paar und für mich ist es ja kein Aufwand. Finn schläft ohnehin. Und mein Freund kann mich dann natürlich auch besuchen und bei mir übernachten.  

 

Mietfrei wohnen

Als ich den Mietvertrag der neuen Wohnung unterschrieben habe, ist mir mit einem Schlag wieder bewusst geworden wie groß der Wert des mietfreien Wohnens im letzten Jahr war. Ich hatte mich irgendwie schon daran gewöhnt, diese Fixkosten nicht zu haben. Die neuen Kosten von 1.300 Euro Kaltmiete müssen auch erstmal verdient werden. Und unsere neue Wohnung ist bei weitem nicht so schön, groß und gut gelegen wie die Wohnung meiner Gastfamilie.