Ich liebe Kinder

Ich wohne erst seit ungefähr 3 Monaten bei meiner Gastfamilie Benjamin, Vanessa und ihrer Tochter Lina (4 Jahre), kenne die Familie aber schon etwas länger, weil Lina in dem Kindergarten ist, in dem ich arbeite. Ich liebe Kinder und nutze das freiwillige soziale Jahr dazu, um zu sehen, ob mein Berufswunsch Erzieherin der richtige ist. Meine Ausbildung zur Erzieherin werde ich wahrscheinlich noch dieses Jahr beginnen.

 

Schwierige Wohnungssuche

Als sich meine WG aufgelöst hat, musste ich schnell eine neue Unterkunft finden. Und angesichts der hohen Mietpreise in Frankfurt, merkte ich schnell, dass das ganz schön schwierig ist. Unter 500 EUR war kein annehmbares WG-Zimmer in der von mir gewünschten Lage zu finden. Mein Gehalt als FSJler wäre damit komplett aufgezehrt gewesen.

 

Win-Win

Weil ich ab und zu abends bei der Familie als Babysitter eingesprungen bin, entstand dann gemeinsam die Idee, dass ich in das Gästezimmer der Familie ziehen kann und sie dafür bei der Kinderbetreuung unterstütze, wenn sie Hilfe brauchen und es bei mir passt. Gesagt getan. Ich wohne jetzt umsonst in dem ehemaligen Gästezimmer, spare jeden Monat viele hundert Euro und helfe Benjamin und Vanessa im Haushalt und mit ihrer Tochter Lina. Das ist für uns alle die perfekte Lösung, vor allem weil ich Lina ja schon vor meinem Einzug kannte. Meistens brauchen Benjamin und Vanessa abends meine Unterstützung. Wenn sie länger arbeiten müssen und Lina nicht selbst vom Kindergarten abholen können, übernehme ich das. Weil ich so gerne koche, und sich das für eine Person sich nicht so richtig lohnt, koche ich mit Lina abends oder am Wochenende manchmal auch für die ganze Familie. Das war so eigentlich nie besprochen, hat sich aber irgendwie als schönes Ritual entwickelt.